Nachhaltig

Als Verbraucher wissen wir alle, dass Erdöl als Basis für die Herstellung von Kunststoffen genutzt wird. Dass Erdöl immer knapper und teurer wird und sogar Kriege für Erdöl in Regionen außerhalb Europas geführt werden, wissen wir als Verbraucher ebenfalls.

Eine Möglichkeit, diesem Problem entgegen zu wirken, sind nachwachsende Rohstoffe: unerschöpflich, schnell wachsend und in der Nähe.

Dies bringt der Menschheit einerseits ökologische, logistische und finanzielle Vorteile.

Ein Argument der Erdöl-Lobby ist eine angebliche Zweckentfremdung der Landwirtschaftlichen Nutzflächen. Diesem muss jedoch entgegengebracht werden, dass für die Herstellung von ökologischen Rohstoffen aktuell nur 0,01% der globalen Agrarflächen genutzt werden.1 Dies steht in keinem Verhältnis zu nicht verwerteten Lebensmitteln, die ein Drittel der weltweiten Agrarflächen beanspruchen, um anschließend im Müll zu landen.2

1 https://biowerkstoffe.fnr.de/biokunststoffe/marktsituation/

2 https://www.halle.greenpeace.de/lebensmittelverschwendung



Kompostierbar

Bio-Kunststoffe können biologisch abbaubar sein. Die biologische Abbaubarkeit wird häufig falsch interpretiert, denn letztendlich bedeutet sie, dass ein Stoff in anorganische Stoffe wie Sauerstoff, Kohlenstoff oder Ammoniak zersetzt wird. In Abhängigkeit des Produktvolumens, der Witterung, der Temperatur und der Mikroorganismenanzahl zersetzen sich Bio-Kunststoffe innerhalb von ein paar Tagen bis zu wenigen Jahren. Aus diesem Grund ist in den europäischen Normen DIN EN 14995 und DIN EN 13432 genau definiert, welche Eigenschaften ein Kunststoff aufbringen muss, um als kompostierbar zu gelten. Unter anderem ist dort vorgegeben, dass 90% des Materials innerhalb von 6 Monaten biologisch abgebaut sein muss. Herkömmliche Plastikartikel – etwa PET-Flaschen – sind nicht biologisch abbaubar. Diese zersetzen sich zwar durch Umwelteinflüsse, was um die 450 Jahre dauert, bleiben aber dennoch als Mikroplastik bestehen und können darüber hinaus schädliche Weichmacher an die Umwelt abgeben.3

3 https://www.umweltbundesamt.de/presse/pressemitteilungen/vermuellung-der-meere-noch-lange-ein-problem



Klimafreundlich for the future of Fridays

Verglichen mit erdölbasierten Kunststoffen stößt die Produktion von biologischen Kunststoffen bis zu 80% weniger CO2 aus und verbraucht bis zu 65% weniger Energie.45 Pflanzen nehmen während des Wachstums CO2 aus der Atmosphäre auf und können auch nur diese Menge wieder Abgeben. Angenommen diese würden verbrannt, dann wäre die Belastung in Form von Treibhausgasen wesentlich geringer als bei der Verbrennung von erdölbasierten Kunststoffen.

4 YU J., Chen L.X.L. 2008. The greenhouse has emissions and fossil energy requiremnet of bioplastics from cradle to gate of a biomass refinery. Environ Sci Technol, 42, 6961-6966

5 Bezirhan A.E., Ozsoy H.D. 2014. Bio-plastics as a Green Material In: Proc. International Conference on Green Infrastructure and Sustainable Socities /Cities ‘GreInSus’-14. p.66-70.



Unbedenklich

Der kluge Anbau von Pflanzen als Rohstoff für die Kunststoffproduktion greift weniger in die Natur ein als die Erdölgewinnung und belässt ihren Kreislauf im Gleichgewicht. Dazu sind natürliche Stoffe auch in Sachen Transport risikoärmer: Eventuelle Unfälle richten im Vergleich zu Erdöllieferungen keine Umweltschäden an.6

6 https://www.spiegel.de/thema/exxon_valdez/



Recyclingfähig – wie Phoenix aus der Asche

Die alten Römer taten es bereits mit Altmetallen und auch heute weiß der Mensch, dass die Schonung von Primärressourcen viele Vorteile bietet:

  • Senkung von Treibhausgasemissionen
  • Senkung des zu deponierenden Mülls
  • Senkung des Energiebedarfs bei der Herstellung neuer Produkte
  • Senkung der Importabhängigkeit

Mit jedem neuen Lebenszyklus gewinnt ein Produkt an Wert. Wird dieses mit den biologischen Eigenschaften unserer eingesetzten Rohstoffe gepaart, entsteht ein Produkt, dass an Mehrwert nicht zu übertrumpfen ist.



Lokal

Die Rohstoffe unserer Produkte haben nicht den weiten Weg von arabischen oder amerikanischen Ölfeldern hinter sich. Sie stammen von natürlichen Feldern europäischer Landwirte, die somit eine weitere Einnahmequelle generieren können.



Schadstofffrei

Keine Chance für Schadstoffe. In vielen Kunststoffprodukten sind Schadstoffe zu finden. BPA ist eine Chemikalie die als hormoneller Schadstoff bezeichnet werden kann. Erst seit einigen Jahren in der Öffentlichkeit bekannt ist die Verbindung zu Krebserkrankungen und Übergewicht.7 Bisphenol A ist besonders für Schwangere, aufgrund seiner östrogenähnlichen Wirkung gefährlich und beeinträchtigt nachweislich die Entwicklung des Kindes. Auch wenn die Grenzwerte für BPA angepasst wurden, bestätigen weiterhin unabhängige Forschungen, dass es „ … in Luft, Staub, Oberflächengewässern, Meerwasser …, aber auch in Treibhausobst und Trinkwasser aus Kunststofftanks“ nachgewiesen werden kann.8 Biologische Kunststoffe hingegen werden zum Beispiel aus Milchsäure gewonnen, diese gehört zu den natürlichen Bestandteilen des menschlichen Körpers und findet eben aus diesem Grund auch Anwendung in der Medizintechnik.

7 https://www.zeit.de/thema/bisphenol-a

8 https://utopia.de/ratgeber/bisphenol-a-bpa-chemikalie-hormonelle-wirkung/